Es wäre gelogen zu sagen, wir hätten nie geflüstert. Doch flutscht unsere Gemeinschaftlichkeit in der Villa wie linge Spaghetti in einer Carbonaratunke. „Derrière les planches“ (Backstage) komplottieren sich Freundschaften und Kompliz:innen. Auf der Bühne sind wir zu fünft in Villa-performance, ohne Zuschauende aber mit sporadischen Besuchenden. Ein Karaokeakt ohne komplette Besetzung lässt die fehlenden Figuren spürbar missen.
Ich sinniere in der Villa thematisch über das Weiche. Inmitten der tausend Seen ufern die textlichen Recherchewanderungen aus, doch pröble ich in der Keramikwerkstatt an Brunnenformen, welche das überbordende wieder in einen Kreislauf fliessen liessen.













Im Wesentlichen beschäftigt mich thematisch der Gwunder, wie Verhärtungen wieder weichgespült werden können und worin das Potential des Beweglichen, Elastischen, Verbindenden liegt. Was kann das Versprechen der Weiche den gefestigten Idealen wie Autonomie, Selbständigkeit oder Durchsetzungsvermögen nahelegen? Und was hat die Schneeforschung, die Männerberatung oder die Weichspülindustrie dazu zu sagen?





Rosmarin in Zuckerwatte eingepackt. Hitze brennt Schwarz auf unseren Einladungen ein. Tümpelböden, schleimig, glitschig, Füsse sinken bis über die Zehen ein. Beschleunigte Autoreifen quietschen in Kurven, aufwärts auf schlängelnden Wegen über Hügel zu unseren Nachbar:innen. Lila Weichspüler tropft in Brunnenschalen. Ein Hahn kräht. Ich wache auf, ohne sichtlich einzuatmen. Wir holen dreissig Eier.
Ich wäge die unterstützenden Worte von Steven beim SNCF Kundendienst ab und male mir aus, wie sich das Villaprojekt in Faucogney-éphémère in die Zukunft wandelt.